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Aktuell

Nach nur zehn Monaten Bauzeit: Kinder übernehmen Kita Bergstrup im August!

LzO, MBN und AWO Weser-Ems schaffen moderne Bildungsräume mitten im Neubaugebiet / Schlüsselübergabe erfolgt / Drei-Kilometer-Umzug erfolgreich gestartet

VECHTA. Gefühlt wurde gerade erst der Spatenstich gesetzt – und plötzlich wird schon umgezogen: Nach gerade einmal zehn Monaten Bauzeit geben die Landessparkasse zu Oldenburg als Bauherrin und Generalunternehmer MBN das neue Kita-Gebäude im Ortsteil Bergstrup frei und damit auch dessen Schlüssel in AWO-Hände. Für Einrichtungsleitung Janin Lembcke, ihr multiprofessionelles Team und die vielen hier künftig umsorgten Kinder ist das ein echter Glücksfall, schließlich waren sie allesamt bislang in einer Containerlösung in Oythe untergebracht …

Diese Zahlen können sich sehen lassen: Während eine durchschnittliche Kita in Deutschland eine Größe zwischen 500 und 800 Quadratmetern Innen- und eine Außenfläche von bis zu 1000 Quadratmetern ausweist, überzeugt die neue Kita Bergstrup mit einer reinen Grundstücksfläche von beachtlichen 3812 m², dazu einer Netto-Raum-Fläche von rund 600m². Bedeutet: Die neue Heimat bietet nicht nur jede Menge Spaß im modernen Umfeld, sondern gleich erhebliche Bewegungs-, Bildungs- und Erkundungsmöglichkeiten mitten in Vechta, allemal im Innern des Gebäudes, aber ganz gewiss auch im riesigen Außenbereich. Dass die landschaftlichen Flächen hier das herausragende Element der neuen Kita sind, kommt nicht von ungefähr. „Dahinter verbirgt sich die Idee, den Kindern viele Optionen zum Erleben, Erfahren, Entdecken, Lernen und Ausprobieren zu geben“, hatte Einrichtungsleiterin Janin Lembcke schon bei den ersten Planungen als Ziel ausgegeben. Dass dies alles nun tatsächlich genau so möglich sein wird wie erhofft, sorgt trotz aller intensiven Vorbereitungen und dem fokussierten Austausch im Verbund dennoch für enorme Vorfreude.

Und auch wenn das Außengelände aktuell aus nachvollziehbaren Gründen noch nicht vollends begrünt und „ausgewachsen“ ist, gibt es keine Zweifel daran, dass die Kinder hier eine völlig neue, begeisternde Erlebniswelt beziehen und jede Menge Naturerfahrungen machen werden. Ob nun Hangrutschen, Barfußpfad, Kiesbett-Wasserlauf oder Bobbycar-Strecke, ob Sträucherhöhlen, Erdtunnel oder Kokoswellen: Gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften werden all diese Bereiche künftig nicht nur erkundet, sondern auch weiter ausgestaltet.

Etwas Wehmut und ganz viel Vorfreude

„Die Kolleg*innen freuen sich sehr auf die neue Kita, auch wenn sich bereits etwas Wehmut einschleicht“, so Lembcke. Denn als die erste Gruppe 2022 von der Kita am Graskamp Richtung Oythe ausgegliedert, seit 2023 dann eigenständig mit zwei Gruppen geführt wurde, war zwar allen Beteiligten klar, dass die Container nur als Übergangslösung vorgesehen waren. Dennoch wurde jegliche Liebe in diese Interimsheimat gesteckt und so entsprechend familiäre Strukturen geschaffen.

Das familiäre Miteinander soll es selbstredend auch am neuen Standort geben, wenngleich die Familie dann deutlich wachsen wird: Insgesamt gibt es hier künftig Platz für rund 100 Kinder – als Gruppen wären es dann derer fünf, darunter zwei U3-Gruppen, zwei Ü3-Gruppen und eine Integrationsgruppe. Ja, das sind mehr Kinder als bislang (40), allerdings gibt es nicht nur sehr viel mehr Platz, sondern auch sehr viel mehr Fachkräfte. Knapp dreimal so viele! Und alle sind sie hochmotiviert, diesem durchaus „Zauber des Neuanfangs“ beizuwohnen und diese neuartige Kita mit den vielen tollen Möglichkeiten und der speziellen Konzeption mitzugestalten.

Das Leben in der Kita

Ein Bildungsschwerpunkt ist da beispielsweise die Ernährung. „Essen und Trinken bedeutet viel mehr als Sattwerden – wer gemeinsam am Tisch sitzt, genießt, erzählt, tauscht sich aus, vergleicht und lernt“, sagt Silvia Holtvogt, ihres Zeichens stellvertretende Einrichtungsleiterin, „in unserer Kindertagesstätte verstehen wir Ernährung daher als ganzheitlichen Bildungsprozess. Die Kleinen lernen in einem Kinderrestaurant, ihr eigenes Hunger- und Sättigungsgefühl wahrzunehmen und entwickeln schrittweise ein gesundes Essverhalten, dabei spielt das täglich von der Kita angebotene Frühstück eine zentrale Rolle - die Brotdose dürfte hier niemand vermissen!“

Überhaupt: Die Bildungsarbeit in der Kindertagesstätte basiert auf einer offenen pädagogischen Grundhaltung – im Mittelpunkt stehen Selbstbestimmung, Wertschätzung, Akzeptanz und Inklusion. „Wir verstehen Vielfalt als Bereicherung“, so die Einrichtungsleitung, die seit langer Zeit in Doppel-, ja Dreifachfunktion zwischen Gruppenraum, Baustelle und Orga-Büro unterwegs ist. „Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Sprachen, Religionen, Familienformen sowie individuelle Fähigkeiten und Entwicklungsvoraussetzungen werden respektiert und berücksichtigt, jedes Kind erhält einerseits die Möglichkeit, seine Persönlichkeit frei zu entfalten und andererseits die Unterstützung, die es für eine gleichberechtigte Teilhabe benötigt.“

Und auch wenn das Kita-Leben vollumfänglich auf die Kinder ausgerichtet ist, so haben aus genau diesem Grund auch die Eltern hier einige Vorteile. „Unterschiedliche Lebensrealitäten von Familien erfordern oft flexible Lösungen, daher bieten wir hier flexible Bringzeiten an, durch den zeitlichen Spielraum ermöglichen wir einen nahezu stressfreien Start in den Kita Alltag und schaffen einen Rahmen, der den Bedürfnissen von Kindern und ihren Familien gerecht wird“, so Lembcke.

Die Funktionsbereiche der Kita

Im Atelier können Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und unterschiedliche Materialien sowie Gestaltungstechniken ausprobieren; eine Holzwerkstatt bietet Raum zum Werken, Konstruieren und Experimentieren, aber auch die Möglichkeit, eigene Problemlösungskompetenzen zu stärken. Und während im Bewegungsraum nach Herzenslust getobt und das eigene Körpergefühl entwickelt werden kann, gibt’s in gemütlich gestalteten Rückzugsräumen die Chance auf Ruhe und Entspannung.

Unterm Strich ist hier – dreieinhalb Kilometer vom jetzigen Standort entfernt – das Gras dann vielleicht doch ein wenig grüner, die Luft ein klitzekleines bisschen freier und die Spielmöglichkeiten möglicherweise etwas mehr und spannender als in Oythe. So schön es dort gewesen ist. Dass die Vorfreude also die Wehmut überwiegt, lässt sich nachempfinden. Auch für Thomas Elsner, Vorstandsvorsitzender der AWO Weser-Ems, bietet der neue Standort nur Vorteile – insbesondere zur Weiterentwicklung und Umsetzung der modernen pädagogischen Konzepte. „Dieser Neubau ist zweifellos ein echtes Upgrade zum Container, das steht doch außer Frage“, sagt er, „und aus langjähriger Erfahrung mit der LzO und MBN wissen wir, dass es einfach nur gut werden kann. Mit dem selbstverständlichen Vertrauen in die Partner lässt sich die Leichtigkeit der gemeinsamen Planung dann auch hervorragend in die ganz aktive Umsetzung übertragen. Das Ergebnis sehen wir hier.“ Und wird bald auch schon weithin zu hören sein: Am 3. August erfolgt die Schlüsselübergabe, kurz darauf startet das echte Kita Leben – und im Herbst wird es dann auch noch einmal eine ganz offizielle Eröffnungsveranstaltung geben.

WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA

Weitere Zahlen …

Der Mietvertrag zwischen LzO und AWO beläuft sich zunächst über 25 Jahre, die reinen Baukosten der Landessparkasse zu Oldenburg – hier vertreten durch die 1. Immobilienanlagegesellschaft Oldenburg (1. IGO) – belaufen sich auf 4,3 Millionen Euro. Errichtet wurde die für das Neubaugebiet als verbindendes Element vorgesehene Einrichtung zwischen September 2025 und Juli 2026, also in weniger als einem Jahr. 

… und weitere Fakten!

Die gesamte Dachfläche ist mit einer PV-Anlage belegt, das Gebäude in Holzrahmenbau erstellt worden. Es verfügt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, eine öffentliche E-Ladestation für PkW und Gründachbereiche! 

Die 1.Immobilienanlagegesellschaft …

.. ist eine 100-prozentige Tochter der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) und wurde 2023 gegründet mit dem Ziel kommunale oder soziale Immobilien, wie z.B. Kitas, zu errichten und anschließend zu vermieten. In der Errichtung von nachhaltigen und modernen Immobilien für eine kommunale oder soziale Nutzung sieht die LzO eine Möglichkeit einen positiven Beitrag für die Region zu leisten. Mehr Infos unter www.lzo.com 

Das Generalbauunternehmen MBN …

… ist seit über einem halben Jahrhundert tätig und hat als inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen seinen Hauptsitz in Georgsmarienhütte nahe Osnabrück. MBN realisiert schlüsselfertige Bauvorhaben für öffentliche und private Auftraggeber, von der Sanierung bis zu System- und Hochbau, also den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. Bundesweit verfügt das Unternehmen über ein Dutzend Standorte und beschäftigt über 750 Mitarbeitende. Weitere Infos unter www.mbn.de 

Der AWO Bezirksverband Weser-Ems …

… bietet mit seinen über 4000 Mitarbeitenden zwischen Nordsee und Osnabrücker Land soziale Dienstleistungen in rund 80 Einrichtungen rund um Pflege, Kinderbetreuung, psychosoziale Teilhabe und Beratung an. Alle Infos: https://www.awo-ol.de/   

Die Arbeiterwohlfahrt …

…gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Bundesweit wirken in ihr über 300.000 Mitglieder, mehr als 72.000 ehrenamtlich Engagierte und 242.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken und den demokratischen, sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen.

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Auszeichnungen

Geprüfte Qualität. Gelebte Werte.

Wir arbeiten nach DIN EN ISO 9001 – ergänzt durch AWO spezifische und wohlfahrtspolitische Anforderungen.