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Kleine Inseln im Gezeitenhaus
Aufwändige und thematisch passende Umgestaltung der Innenhöfe in Emder AWO Einrichtung / Auch Großküche „einmal auf links“ gedreht
EMDEN. Austausch und Auszeit, Ausblick und Ausguck – was wie eine uninspirierte Liste an Tagesordnungspunkten im Führungskräfte-Meeting klingt, hat im Emder Gezeitenhaus tatsächlich einen deutlich kreativeren Hintergrund und weithin nachhaltige Wirkung: Nach über einjähriger Umbau-Zeit sind die Innenhöfe des AWO-Wohnzentrums nun klimafest und auch thematisch zum Einrichtungsnamen passend umgestaltet worden. Nutznießende sind dann nicht nur Bienen und heimische Flora, sondern insbesondere die Bewohner*innen.
Jahrelang blieben die rechtwinkligen und in Sachen Behaglichkeit doch eher überschaubaren Innenhöfe ungenutzt. Hier ein Schwung Grünpflanzen, dort Gehwegplatten, eingerahmt von Mauerwerk und Großfensterflächen: von außen im Vorbeigehen sicherlich nett anzuschauen, aber Aufenthaltsqualität gleich null. „Das wollten wir nicht mehr, sondern hier richtige Urlaubsinseln installieren, in denen sich die Bewohner*innen unseres Gezeitenhauses gerne bewegen und vielleicht ja auch im Grünen verweilen wollen“, so Einrichtungsleiter Roland Bitzhöfer. Das wirkte insbesondere mit Blick auf die begeisternden Entwurfszeichnungen von Gartenplaner Gerhard Höpfner doch sehr ambitioniert. Heute, rund ein Jahr später, sind alle Zweifel am Projekt verflogen. Auch wenn einiges an Grün und Bunt nun naturgemäß noch wachsen und gedeihen muss, scheinen die Grafiken nahezu 1:1 in die Realität übertragen worden zu sein.
Duftblüten und Rosmarin, Schneeball und Hortensien, Buchenhecken, Storchenschnabel, Eibenkugeln, Kirschen und Flieder, ja selbst die chinesischen Gewürzsträucher sind exakt an Ort und Stelle eingesetzt. Die alten abgenutzten Gehwegplatten sind verschwunden und durch neue, dynamische Steinlandschaften ersetzt. Strandkorb, Minibrunnen, Sitzbänke, Lichtsäulen und Segel werten die unterschiedlichen Innenhöfe massiv auf und berücksichtigen klimatische Heraus- wie Anforderungen. Die herrlich duftenden Kräuterecken werden künftig dann gewiss auch von den Bewohner*innen in Beschlag genommen – zur eigenen Duft-Wellness, aber auch zu therapeutischen Zwecken.
So schön wie beruhigend: „Die Innenhöfe wurden gleich nach Abschluss der Arbeiten von Bewohnern wie Mitarbeitern angenommen“, so Bitzhöfer. Er ist überzeugt, dass nicht nur der finanzielle Aufwand, sondern auch die für alle Beteiligten zuweilen nervliche Anstrengung während des Komplettumbaus im laufenden Betrieb dieses Ergebnis rechtfertigt. Schließlich wurden Werkzeuge, Persona und die Vielzahl an Materialien monatelang über die Flure in Schubkarren hin- und hergekarrt, um die Innenhöfe überhaupt erreichen und umgestalten zu können. Damit ist’s nun vorbei, denn „wir haben hier jetzt statt Zusatzstress im herausfordernden Pflegealltag nun einen dauerhaft echten Erholungseffekt geschaffen.“ Und damit halt eben tatsächlich „Austausch“ und „Auszeit“, wie die Innenhöfe einst im Arbeitstitel benannt wurden.
Es ist nicht die einzige große Änderung im Gezeitenhaus. Parallel zu den Innenhöfen wurde auch die Großküche einmal komplett „auf links“ gedreht und modernsten Bedingungen in einem Wohnzentrum wie diesem angepasst. Neue Gerätschaften, neue Kühlräumlichkeiten, moderne Reinigungssysteme und eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung für die Mitarbeiter*innen ebenda: „Auch hier haben wir echte Mehrwerte geschaffen“, sagt Bitzhöfer zufrieden.
WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA
Das AWO Wohnzentrum Gezeitenhaus Emden …
… liegt an der Hermann-Allmers-Straße in Emden. Es verfügt in vier Wohnbereichen über 34 Einzel- und 48 Doppelzimmer, daneben 22 Seniorenwohnungen und 53 Zwei-Zimmer-Appartements im Betreuten Wohnen. Das Viertel liegt gut erschlossen im Stadtteil Barenburg, der Linienbus hält direkt vor der Tür. Einkaufsmöglichkeiten, Kirchen und Grünanlagen liegen in unmittelbarer Nähe. Auch eine Kinderkrippe, eine Begegnungsstätte und ein Café finden sich auf dem Gelände.
Der AWO Bezirksverband Weser-Ems …
… bietet mit seinen über 4000 Mitarbeitenden zwischen Nordsee und Osnabrücker Land soziale Dienstleistungen in rund 80 Einrichtungen rund um Pflege, Kinderbetreuung, psychosoziale Teilhabe und Beratung an.
Die Arbeiterwohlfahrt …
… gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Bundesweit wirken in ihr über 300.000 Mitglieder, mehr als 72.000 ehrenamtlich Engagierte und 242.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken und den demokratischen, sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen.
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