Etwas mit Herz
Immer sonntags stellen wir eine neue Geschichte mit Herz vor.
Dazu zählen kleine wie größere Momente und Begegnungen, echte Freundschaften zwischen Kolleg*innen, zwischen Menschen aus der Pflege und Bewohner*innen, zwischen Klein und Groß, Jung und Älter – eben alles echt AWO.
Irmgard und Ursula
Nicht gesucht, aber trotzdem gefunden – das haben sich Irmgard Büttner und Ursula Kern in unserem „Pauline“. Wenn man die beiden fragt, was sie wohl miteinander verbinde, lautet die Antwort: „Dasselbe Schicksal.“ Und das klingt, zugegeben, erst einmal ganz schrecklich. Denn beide Ehemänner verstarben einst in der Wilhelmshavener Pflegeeinrichtung.
Folgend bezogen Irmgard und Ursula jeweils ein Einzelzimmer auf dem gleichen Wohnbereich – und lernten sich so kennen. In Gesprächen stellten sie fest, dass ihre Interessen sich gleichen und ihre Lebenswege in der Vergangenheit oftmals ähnliche Wendungen eingenommen hatten. Hieraus entwickelte sich eine richtige Freundschaft. Mittlerweile fühlten sich beide dadurch „wie Pat und Patachon“, so Ursula Kern. Und das wiederum ist der wahrlich schönere Part dieser Geschichte!
Denn sei es der Genuss eines Stückes Torte auf einem ihrer Zimmer, der tägliche Spaziergang am „Bontekai“ oder launige Nachmittage im Garten, bei denen die beiden die skurrilsten Entdeckungen machen (jüngst der Fund eines „Gebisses“): fast alles erledigen die beiden Damen seither gemeinsam. Dass sie im hohen Alter nochmal solch eine Freundschaft erleben dürfen? Na, damit hatte zwar keine der beiden gerechnet, lässt beide aber wieder positiver gen Zukunft blicken. Wir wünschen den beiden von Herzen noch zig zauberhafte Entdeckungen und jede Menge Freude!
Jonas und Henny
Zwischen Generationen entstehen oft die schönsten Geschichten: Vertrauen, Nähe, gemeinsame Momente – und manchmal sogar echte Freundschaften. Genau das zeigt dieses besondere Bild aus unserer Einrichtung in Leer. Jonas, unser Auszubildender, sitzt gerne gemeinsam mit Bewohnerin Henny am Tisch, beide vertieft in ein Rätsel. Dabei wird sichtbar, worauf es in der Pflege wirklich ankommt. Es geht nicht nur um Unterstützung und Versorgung, sondern auch um Begegnungen auf Augenhöhe. Junge Menschen bringen neue Energie, Lebensfreude und Offenheit mit.
Die Bewohnerinnen und Bewohner schenken dafür Erfahrung, Geschichten und oft ein herzliches Lächeln zurück. „Gerade in der Ausbildung entstehen dabei besondere Beziehungen. Aus gemeinsamen Gesprächen, kleinen Ritualen und alltäglichen Momenten wächst Vertrauen – manchmal sogar eine Freundschaft, die beide Seiten bereichert“, so Einrichtungsleiterin Patricia Krause. „Mit unserer Ausbildung möchten wir nicht nur Fachkräfte von morgen fördern, sondern auch ein Umfeld schaffen, in dem echte Nähe, Respekt und Gemeinschaft gelebt werden. Denn die besten Buddies findet man manchmal dort, wo Generationen sich begegnen.“
Linda und Dagmar
Das nennt man wohl einen Auftakt nach Maß: Erst am 1. April startete Linda in ihre Ausbildung zur Fachkraft im Frieda-Lohr-Haus in Bramsche, doch schon jetzt gibt’s eine vertraute Verbindung zur langjährigen Betreuungskraft Dagmar. „Linda, die aus Madagaskar stammt, bringt nicht nur eine frische Perspektive, sondern auch ein herzliches Lächeln mit, das sofort die Herzen unserer Bewohner*innen eroberte“, sagt Einrichtungsleiter Marco Bergmann, „ihre liebevolle und fürsorgliche Art hat sie schnell zu einer beliebten Kollegin gemacht – und die positive Atmosphäre, die sie verbreitet, wirkt sich spürbar auf das gesamte Team aus.“ Insbesondere eben bei und mit Dagmar! Mit der Überzeugung, dass die Bewohner*innen an erster Stelle stehen, schaffen sie eine warme und einladende Umgebung für alle, die hier leben. „Dagmars Erfahrung und Lindas frische Energie ergänzen sich hervorragend“, schätzt Bergmann.
In der Pflege verbinden sich Generationen auf besondere Weise. Die älteren Mitarbeiter*innen bringen wertvolle Erkenntnisse und Lebensweisheiten mit, während die jüngeren Auszubildenden neue Ideen und neue Perspektiven einbringen. Diese Wechselwirkung ist entscheidend für die Entwicklung eines harmonischen und effektiven Pflegeumfelds.
„Hier zeigt sich einfach, dass sowohl junge als auch ältere Mitarbeiterinnen voneinander lernen können – sei es durch den Austausch von Wissen oder durch das Teilen von Geschichten und Erlebnissen“, sagt er. Und: „Wir freuen uns, Linda in unserem Team willkommen zu heißen und sind gespannt auf die positive Entwicklung, die sie in den kommenden Jahren mit uns erleben wird! Ihre Leidenschaft und ihr Engagement für die Pflege werden sicherlich nicht nur unsere Bewohnerinnen, sondern auch ihre Kolleginnen inspirieren.“ Uns übrigens auch!
Käte und Nadine
Gibt es ein größeres Lob und schönere Wertschätzung, als einen anderen Menschen als persönlichen Ruhepol bezeichnen zu können? Käte zumindest empfindet genau so, wenn Nadine in ihrer Nähe ist.
Beide sind mittlerweile ein eingespieltes Team in unserem Norder Altenwohnzentrum Haus am Kolk. Käte lebt dort auf unserem gerontopsychiatrischen Wohnbereich und erlebt immer wieder mal Phasen von Unruhe, in denen sie viel unterwegs sein muss und ist. Nadine hat sich in dieser Zeit tatsächlich zu ihrem Ausgleich entwickelt.
Nach einer behutsamen Eingewöhnungszeit hat es Nadine mit viel Geduld, Herzlichkeit und Verständnis geschafft, Käte diese so nötige Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.
„Die gegenseitige Vertrautheit ist deutlich spürbar und zeigt sich in vielen schönen gemeinsamen Momenten“, sagt Einrichtungsleitung Elke Göken, „zusammen sorgen die beiden nicht nur füreinander, sondern auch für viele Lächeln und gute Laune auf dem Wohnbereich!“
Gerlinde und Ruth
Es müssen gar keine großen Versprechungen sein, keine besondere Fürsorge, keine Abhängigkeiten. Manchmal genügt einfach dieses eine Gefühl. Und das scheint bei Ruth Kuhn und Gerlinde Gosink sehr ausgeprägt!
„Ruth ist schon ein paar Jahre bei uns in der Einrichtung“, sagt Laura Berger (Koordinatorin des Sozialen Dienstes), „und sie zaubert einfach allen Mitarbeiter*innen immer gleich ein Lächeln ins Gesicht“. Das schafft bei ihr wiederum insbesondere Gerlinde – ihres Zeichens Einrichtungsleiterin des AWO Altenwohnzentrums Nordhorn. Mit ihr fühlt sie sich wohl, für sie kommt sie gern auch einfach mal ins Erdgeschoss zu den Büros. Ein fröhliches Hallo hier, eine herzliche Umarmung dort: So ist’s für alle Beteiligten einfach ein immer wieder wunderbares Aufeinandertreffen.
Ob Gerlinde Gosink noch etwas dazu sagen mag? „Ja, dass wir uns einfach nur liebhaben!“ Hach! Das sieht und merkt man wohl!
Kiriaki und Ina
Es war wohl so etwas wie Liebe auf den ersten Blick, als sich Ina Brandenburg (Koordinatorin des Sozialen Dienstes) und Kiriaki Kourdoumi (Bewohnerin) zum ersten Mal im Pauline-Ahlsdorff-Haus gesehen haben – so beschreiben beide dann auch unisono ihre spezielle Bindung zueinander. Als die quirlige Griechin vor einem Jahr in die Wilhelmshavener Einrichtung zog, war ihre Welt zunächst überhaupt so gar nicht mehr in Ordnung. Dann lernte sie allerdings Ina kennen, die sie liebevoll „i kardiá mou“ nennt, was in griechischer Sprache „mein Herz“ bedeutet.
Beide spürten sofort, dass diese zwischenmenschliche Verbindung etwas ganz Besonderes ist, die nicht vieler Worte und auch nicht großer Taten bedarf. Vielmehr ist‘s die bloße Anwesenheit der jeweils anderen, die den beiden eine Art von Geborgenheit gibt. Sie lachen und tanzen zusammen, in Inas Gegenwart kann Kiriaki ihr griechisches Temperament wieder richtig aufleben lassen.
Ein solch echtes Miteinander wie dieses zeigt, wie wichtig menschliche Nähe und Wertschätzung im Pflegealltag sind. Pflege bedeutet eben nicht nur Unterstützung bei körperlichen Bedürfnissen, sondern auch Zuwendung, Zeit und ein offenes Ohr. Oder schlicht: da sein.
Gisela und Otto
Eine herzliche Umarmung – die so eigentlich gar nicht mehr sein müsste, könnte, bräuchte. Denn: Unsere Auricher Kollegin Gisela Simonovic hatte sich kürzlich erst in den Ruhestand verabschiedet, so damit auch von Otto Freese, seines Zeichens Bewohner des Hermann-Bontjer-Hauses ebenda.
Was beide verbindet? Auf jeden Fall die Geschichte und Geschichten Ostfrieslands! Kennengelernt haben sich beide vor rund vier Jahren, als Otto Freese im September ins Haus eingezogen war. Damals noch auf einem anderen Wohnbereich, hat man sich dennoch früh kennen- und schätzen gelernt.
Und auch wenn Gisela nun im hauptamtlichen Ruhestand (absolut verdient und gegönnt!) weilt, kommt sie doch noch regelmäßig ins Haus. Schließlich bleibt sie der Einrichtung weiterhin auf ehrenamtlicher Basis erhalten. Ob’s auch an Otto liegt? Inspirierte er doch immer mit sehr vielen Anregungen und Anliegen, für die Gisela immer ein offenes Ohr hatte und hat.
Wir zumindest sind überglücklich, dass Gisela mit aller Erfahrung und ganzem Herzen dabei und so in unserem Team bleibt – und freuen uns überdies diebisch, dass sich beide so gut verstehen. Wie wunderbar!
Christa und Almuth
Dass es zwischen Christa und Almuth im Altenwohnzentrum am Burggraben ein kleines bisschen freundschaftlich „gefunkt“ hat, sieht man diesem wundervollen Foto allemal an!
Beide verbindet tatsächlich eine innige Freundschaft – selbst an freien Tagen und im Urlaub kommt Christa, ihres Zeichens Pflegekraft, ins Haus, besucht dann Almuth und schaut natürlich auch nach dem Rechten. Zugegeben: Christa liegt jede*r einzelne Bewohner*innen hier in der Leeraner Einrichtung am Herzen und im Laufe ihrer langen Tätigkeit hat sie da schon viele, viele Menschen kennengelernt und liebevoll umsorgt. Und doch scheint’s ganz offensichtlich mit Almuth etwas Besonderes zu sein.
Wie schön, solch eine unverhoffte Verbindung zu erleben - und angesichts zunehmend aufgeregter Zeiten ein wahnsinnig tolles Zeichen des Miteinanders, wenn aus Fremden Freund*innen werden.
Hildegard und Sieglinde
„Sie hat das Augenlicht, was ich nicht mehr habe – und ich habe die gesunden Beine, die sie nicht mehr hat“: Trotzdem gingen beide auf ihre besondere Weise noch sehr gern spazieren. „Und das verbindet“, sagen Hildegard und Sieglinde da quasi unisono.
Hier im AWO Wohnpark Wiesmoor haben sie sich vor einiger Zeit kennengelernt, ebenda bewohnen sie den gleichen Flurflügel und leben so nahezu beieinander. Dass es da nicht nur beim bloßen Nebeneinander geblieben ist, sondern beide sich tatsächlich nun freundschaftlich verbunden fühlen, ist kaum selbstverständlich.
Täglich treffen sie sich in der „Kuschelecke“ auf der Couch, jeden Vormittag gibt’s da ein Tässchen Tee oder Kaffee und Austausch. Mehr noch! Da beide gern spazieren und shoppen, haben sie für sich eine perfekte Lösung gefunden: „Da Sieglinde etwas sehbeeinträchtigt ist, übernimmt Hildegard diesen Part“, erklärt Michaela Theiß (Betreuungsleitung), „und weil Hildegard gehbeeinträchtigt ist, kann Sieglinde dies gut übernehmen und schiebt somit Hildegard spazieren. Das funktioniert super und sieht einfach toll aus!“
Christina und Oma Henni
Diese Verbindung ist einzigartig – und seit vielen Jahren im Fluss. Hier erzählen Christina und ihre Oma Henni von ihrer tollen Freundschaft:
„Meine Oma und mich verbindet seit meiner Geburt eine ganz besondere Beziehung. Schon von klein auf hatten wir ein sehr liebevolles und inniges Verhältnis zueinander. Wir sind gemeinsam durch viele schöne, aber auch herausfordernde Zeiten gegangen und waren immer füreinander da – durch dick und dünn, bis heute.
Meine Oma war von 1995 bis 2010 bei der AWO in Leer als Servicekraft tätig und hat dort viele Jahre mit Herz und Engagement gearbeitet. 2006 bis 2008 hat sie mich als Praktikantin zur AWO geholt und im August 2009 auch meinen Weg als Auszubildende in der Hauswirtschaft begleitet. Dadurch durfte ich nicht nur beruflich erste Erfahrungen sammeln, sondern auch in ihre Fußstapfen treten.
Nach einer Unterbrechung bin ich 2017 selbst wieder zur AWO zurückgekehrt und seitdem hier beschäftigt. In diesem Jahr hat sich unser gemeinsamer Weg auf besondere Weise erneut verbunden: Nun habe ich meine Oma als Bewohnerin zurück zur AWO begleitet.
So schließt sich für uns beide ein ganz besonderer Kreis – von gemeinsamen Anfängen über den beruflichen Weg bis hin zu dem Punkt, an dem wir heute wieder an einem Ort angekommen sind, der uns beide schon so lange begleitet. Unsere Verbindung ist geprägt von Liebe, Vertrauen und Zusammenhalt und macht unsere Best-Buddy-Geschichte für mich ganz besonders.“
Geprüfte Qualität. Gelebte Werte.
Wir arbeiten nach DIN EN ISO 9001 – ergänzt durch AWO spezifische und wohlfahrtspolitische Anforderungen.