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Aktuell

Form angenommen: Kita Bergstrup wächst in die Höhe

AWO Weser-Ems forciert als Trägerin moderne „Bildungsräume“ im Neubaugebiet / Auszug aus Containerlösung im Sommer 2026 geplant

VECHTA-OYTHE/BERGSTRUP. Kokoswellen und Erdtunnel, Hängematten und Obstbäume, Bobbycar-Strecke, Kiesbett-Wasserlauf, Hangrutsche, Bienengarten, Sträucherhöhlen, Barfußpfad und so viel mehr – aktuell ist‘s zwar eine reine Sand- und Betonwüste hier in Bergstrup. Doch schon im kommenden Sommer wird ein Großteil der bislang nur als Zeichnung vorliegenden Außenpläne zur neuen Kindertagesstätte mitten im Neubaugebiet um- und eingesetzt sein.

Was als netter landschaftsarchitektonischer Bonus anmutet, bildet tatsächlich einen echten Schwerpunkt im Bildungskonzept der neuen AWO Kindertagesstätte. Sie wird die derzeit noch bestehende Container-Lösung in Vechta-Oythe ersetzen. Die Mitarbeitenden und auch die meisten Kinder ziehen dann zu August mit ins rund drei Kilometer entfernte Neubaugebiet.

Gebaut wird die nicht nur auf dem Papier beeindruckende Kita auf einer Grundstücksfläche von fast 3900 Quadratmetern von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Deren Tochtergesellschaft – die 1. Immobilienanlagegesellschaft Oldenburg (1. IGO) – legt dabei besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Das schließt KfW-40-Standard, Holzrahmenkonstruktion, natürliche Materialien, ein begrüntes Flachdach und eine Photovoltaikanlage ein. Klar, dass angesichts dieser Rahmenbedingungen auch die Form der Betreuung für die lang ersehnte Dauerlösung des zweiten Kita-Standorts in Vechta angepasst wird. Einrichtungsleiterin Janin Lembcke spricht hier von nun möglichen „Bildungsräumen“ und sagt: „Dahinter verbirgt sich die Idee, den Kindern in ansprechenden Räumen viele Optionen zum Erleben, Erfahren, Entdecken, Lernen und Ausprobieren zu geben.“

Dies geschieht beispielsweise im Atelier oder der Lernwerkstatt, einem Bewegungsraum, der „Kinderwohnung“, dem Kinderrestaurant oder auch einem Raum zum Entspannen. „Aber auch ein herausforderndes Außengelände ist ein Bildungsraum“, sagt Lembcke. „In solchen Räumen haben Kinder die Möglichkeit, mit pädagogischen Fachkräften als Entwicklungsbegleiter*innen ihre eigenen Bildungsprozesse zu gestalten, zu lernen, Talente zu entdecken, und immer weiter auszubauen.“ Und eben das ist im neuen, fast dreimal so großen Umfeld offenkundig einfacher als auf dem begrenzten Gelände am aktuellen Standort.

Fünf Betreuungsgruppen für Kinder im Krippen- bzw. Kindergartenalter mit insgesamt 98 Plätzen sind hier insgesamt vorgesehen - zwei Krippengruppen mit je 15 Plätzen für Kinder unter drei Jahren, zwei Kindergartengruppen mit je 25 Plätzen für Kinder ab drei Jahren und eine Integrationsgruppe mit 18 Plätzen. Deutlich mehr als bislang – können hier in Oythe containerbedingt doch „nur“ 40 Kinder bei ihrer Entwicklung begleitet und gefördert werden. 2022 als Gruppe der Kita am Graskamp ausgegliedert und seit 2023 eigenständig, war die Kita Oythe zudem von Beginn an nur als Übergangsplanung der Stadt vorgesehen. Dass jetzt endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden, ist ein tolles Signal für alle Beteiligten. „Wir spüren hier eine echte Aufbruchsstimmung“, so Lembcke, „alle freuen sich auf den Umzug – obwohl damit natürlich einige Herausforderungen verbunden sind.“ Nicht zuletzt auch neue Arbeitsplätze: Über 20 Fachkräfte werden hier künftig als Team interagieren, ebenfalls eine Verdreifachung des Stamms. „Für unsere Mitarbeitenden und Kinder ist der Neubau nicht nur ein erhebliches Upgrade zur bisherigen Situation. Es gibt uns vor allem die Möglichkeit, unsere modernen pädagogischen Konzepte im entsprechenden Rahmen umzusetzen“, sagt Thomas Elsner, Vorstandsvorsitzender des AWO Bezirksverbandes Weser-Ems. „Es steht außer Frage, dass eine entsprechende Architektur auch Kreativität und Begeisterung bei allen Beteiligten fördert.“ Dafür sorgt Generalunternehmer MBN, der auch für die hochmoderne AWO Kita am Fliegerhost in Oldenburg verantwortlich zeichnete. MBN hat bundesweit in den letzten Jahren über 50 Kitas nach dieser Systembauweise schlüsselfertig errichtet. Wissenschaftlich ist belegt, dass Lernen am besten dann funktioniert, wenn es freiwillig geschieht.

Die genannten „Bildungsräume“ dürften den Kindern da viele Anlässe bieten – zumal Kinder und Eltern über den Planungsprozess informiert sind und Wünsche so gut es geht einbezogen werden. Das betrifft insbesondere den täglich von den Kindern wandelbaren Außenbereich, dessen Grundplanung quasi einmal komplett auf links gedreht wurde – aber auch zugunsten des spannenden Bildungskonzeptes gedreht werden durfte. Das ist nicht selbstverständlich. Thomas Elsner: „Daher sind wir der LzO wie der Stadt Vechta für die wohlwollende, vertrauensvolle Zusammenarbeit sehr dankbar – und schaffen so gemeinsam für Kinder wie Eltern, aber nicht zuletzt den Mitarbeiter*innen, ein Umfeld mit Zukunft und tollen Perspektiven.“

WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA

Der AWO Bezirksverband Weser-Ems …
… bietet mit seinen über 4000 Mitarbeitenden zwischen Nordsee und Osnabrücker Land soziale Dienstleistungen in rund 80 Einrichtungen rund um Pflege, Kinderbetreuung, psychosoziale Teilhabe und Beratung an. Alle Infos: https://www.awo-ol.de/ 

Die Arbeiterwohlfahrt …
…gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Bundesweit wirken in ihr über 300.000 Mitglieder, mehr als 72.000 ehrenamtlich Engagierte und 242.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken und den demokratischen, sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen.

FOTOS:
- Drohne: Das Fundament ist gegossen – jetzt geht’s bei der Kita Bergstrup schnell weiter in die Höhe.
- Neubau: Die Kita Bergstrup soll im August 2026 eröffnet werden.
- Plan Außenanlagen: Ein beeindruckendes Außengelände wird zum „Bildungsraum“.
- Kita Oythe Bau: Das Thema Neubau ist auch bei den Kleinsten in der Kita Oythe längst angekommen!
- Kita Oythe: Die bisherige Containerlösung in Oythe gehört bald der Vergangenheit an.
- Janin Lembcke: Einrichtungsleiterin Janin Lembcke freut sich auf das neue Umfeld in Bergstrup, auch wenn sie und ihr Team die Interimslösung in Oythe wahrlich „gerockt“ haben.

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