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Aktuell

Das wünschen sich junge und ältere Menschen in Wilhelmshaven zur Weihnacht

AWO in Wilhelmshaven: Werte im Pauline-Ahlsdorff-Haus, Spielzeug im Sprachheilzentrum

WILHELMSHAVEN. Rudi möchte Gitte noch einmal sein Hamburg zeigen, Gisela würde sich schon mit Schokolade begnügen – und im Sprachheilzentrum mit Sprachheilkindergarten sorgt bereits ein „Paw-Patrol“-Fahrzeug für höchstes Glück: So unterschiedlich die Wünsche bei Kleinen und Größeren auch sein mögen, so sehr eint sie doch eines: das Bedürfnis nach Harmonie.

Während in einigen Wilhelmshavener AWO Einrichtungen für Kinder schon seit dem ersten Advent die Wichtel ihr lustiges Unwesen treiben, hat eine Weihnachtsbaumaktion im Pauline-Ahlsdorff-Haus für den ein oder anderen Gänsehautmoment gesorgt – erneut, nachdem schon im Frühjahr eine Aktion zum Thema Einsamkeit tiefe Einblicke in ältere Gefühlswelten gewährt hatte. Hiesige Bewohner*innen wurden gebeten, doch einmal einen Wunschzettel für sich selbst zu verfassen. Die Ergebnisse sprechen für sich. Während Kinder in Kita und Sprachheilzentrum sich vor allem materielle Dinge wie Spielzeug wünschen, sind es hier insbesondere Werte und Momente – allen voran und auf nahezu jedem älteren Wunschzettel zuoberst geführt: „Gesundheit“.

Auf Uschis Liste steht gleich darunter: „ein langes Leben mit meinem Partner“ und „mal tanzen gehen“. Es sind einfache Wünsche, die sich nicht mit Geld bezahlen lassen. Wenig kostenintensiv und besonders, aber eben auch sehnsüchtig vermisst, sind da viele weitere kleine Wünsche der Bewohner*innen. Ein „leckeres Weihnachtsessen“ würde da beispielsweise Otto gefallen. Hanna hätte hingegen Riesenfreude an „richtig langen Kniestrümpfen in Größe 42“, Martina an „einem leckeren Schlickerteller“. Und während Axel gern „ein Fußballspiel besuchen“ würde, hätte Else große Freude am nochmaligen Besuch des Rosariums – ach, und an einer „schönen Hühnersuppe“. Den Wunsch nach einer „Fahrt die Küste lang im Cabrio“ teilen sich überraschend Ingolf und Axel. Ob Sonnia hingegen den „nackten Mann, der das Zimmer putzt“ bekäme, sei dahingestellt – die „Kuscheldecke“ ist da vielleicht etwas realistischer … Dennoch sind’s allesamt keine Luftschlösser, mit denen Menschen im Alter beglückt werden könnten.

Gefühlt noch einfacher und kostenneutral, aber leider oftmals ungleich schwieriger zu realisieren, sind die innersten Bedürfnisse speziell zum Fest: „Meine Kinder bei mir“, „zu Hause sein“, „mit meiner Familie unter einem Tannenbaum“ oder „Gesundheit, heile Knochen und dass ich zu Weihnachten nach Hause kann“, wie es Maria auf ihren Wunschzettel geschrieben hat. Während die Mitarbeiter*innen in Pflege und Betreuung auf viele Fragen eine Antwort haben oder finden, fällt’s auch den Vollprofis bei solchen Wünschen deutlich schwerer, eine befriedigende Erklärung vorzuhalten, weshalb Bewohner*innen an den Festtagen alleine und ohne den Kreis der Angehörigen bleiben. Dass sie dennoch von den Mitarbeitenden in der Einrichtung aufgefangen werden, ist zwar ein hohes Gut, kann aber nicht die Familienbande ersetzen. Das machen Wunschzettel wie diese ganz deutlich.

„Kugelbahnen, Geld und Actionfiguren sind schnell gekauft und schnell verschenkt – aber von den Beschenkten auch schnell wieder vergessen. Unvergessliche Momente indes sind deutlich günstiger zu schaffen, wenn man es denn will“, sagt Julia Dräger, Mitarbeiterin im Pauline-Ahlsdorff-Haus, „und genau deswegen machen wir die Wünsche und die Bedürfnisse älterer Menschen sichtbar – auch wenn die Erkenntnis insbesondere Angehörige schmerzen mag. Wir sind tagein, tagaus voller Herz und gern für sie da, oftmals übers Limit hinaus. Gern würden wir aber auch noch Tage und Wochen nach dem Fest hören, wie wunderbar die Zeit mit den Liebsten war. Solche Momente sind so wertvoll und nachhaltig. Daher freuen wir uns mit unseren Bewohner*innen, wenn sie dies noch einmal zur Weihnacht erleben dürfen.“

WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA

Der AWO Bezirksverband Weser-Ems …
… bietet mit seinen über 4000 Mitarbeitenden zwischen Nordsee und Osnabrücker Land soziale Dienstleistungen in rund 80 Einrichtungen rund um Pflege, Kinderbetreuung, psychosoziale Teilhabe und Beratung an. Alle Infos: https://www.awo-ol.de/ 

Die Arbeiterwohlfahrt …
…gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Bundesweit wirken in ihr über 300.000 Mitglieder, mehr als 72.000 ehrenamtlich Engagierte und 242.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken und den demokratischen, sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen.

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