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BEKO 2028

Höher geht’s nicht: Die Bezirkskonferenz der AWO Weser-Ems – kurz: BEKO – findet turnusmäßig alle vier Jahre statt und führt dann Delegierte aus allen Kreisverbänden zusammen. Vor Ort (dies im regionalen Wechsel) werden dann unter anderem wichtige sozialpolitische und verbandliche Beschlüsse vollzogen, aber auch das ehrenamtliche Präsidium gewählt.

Noch ist’s einige Zeit bis zur nächsten Bezirkskonferenz hin, doch schon jetzt werden die ersten Ordner sortiert, die ersten Planungen vorangetrieben. Eine kleine Projektgruppe beschäftigt sich mit der BEKO 2028, greift dabei auch immer auf Ergebnisse und Planungen aus 2024 zurück. Wir halten hier auf dem Laufenden.

Alle vier Jahre tagt das höchste Gremium des Bezirksverbandes, ähnlich einer Jahreshauptversammlung in Vereinen. Dies allerdings mit dem bedeutenden Unterschied, dass an dieser Bezirkskonferenz nicht die Basis teilnimmt, sondern die gewählten Zwischeninstanzen – also die Vertretungen der Menschen in den Kreisverbänden und auch Ortsvereinen.  Jede Bezirkskonferenz steht unter einem anderen Motto, an Werten orientiert.

Mehr als 100 Delegierte aus den Kreisverbänden kommen dann zu diesem Termin zusammen. Allesamt Personen, die sich basisdemokratisch auf den Kreiskonferenzen für die Bezirkskonferenz haben wählen und somit aufstellen lassen. Daneben sind die Vertreter*innen aus dem Bezirksausschuss, die Mitglieder des Präsidiums und Vertreter*innen der korporativen Mitglieder (also beispielsweise Vereinigungen mit sozialen Aufgaben und damit Verbündete im sozialen Sinne) vor Ort. Darüber hinaus sind u.a. MdB, MdL, Landräte und (Ober-)Bürgermeister*innen wie auch Einrichtungsleitungen aus der Region Weser-Ems eingeladen.

Kurz und knapp: Rückschau, Erdung, Planung und Entwicklung. Etwas ausführlicher: Wie in der Vereinsarbeit üblich und nötig, stellen der hauptamtliche Vorstand und das Präsidium ihre Arbeitsnachweise der vergangenen Amtszeit vor, die Verbandsrevision ihre Prüfergebnisse dazu. Ist alles in Ordnung, werden die Gremien entlastet. In der Folge werden Präsidium (hier insbesondere Vorsitz und Stellvertretungen), Verbandsrevision und Bezirksschiedsgericht neu oder wiedergewählt. Das ist die personelle Seite.

Grundsätzlich werden politische Anträge zu den drängendsten sozialen Herausforderungen – Kita-Krise, Situation Pflege, Migration usw. – vorgelegt. Diese sind nicht nur rein theoretischer Natur, sondern spiegeln das aktive Verbandsleben mit all den darin lebendig gehaltenen Diskussionen wider. Hier werden also die im Vorfeld bereits auf Arbeitsebene diskutierten wie eingereichten Anträge besprochen und abgestimmt, diese in der Folge an die politischen Ebenen entsandt. Gleichsam werden damit eigene künftige Arbeitsschwerpunkte festgelegt und so die Zukunftsplanung der AWO Weser-Ems für die kommende Wahlperiode beschlossen.

Bestenfalls können alle beschlossenen Anträge sogleich umgesetzt werden. Erfahrungsgemäß handelt es sich oftmals um tiefgreifende Änderungen, die einen längeren, mindestens technischen Umsetzungsprozess über alle Gremien und Organisationen des AWO Bezirksverbandes Weser-Ems e.V. hinweg erforderlich machen. Dazu zählen unter anderem Satzungsänderungen und Eintragungen in das Vereinsregister. Darüber hinaus werden Anträge an die Landes- und Bundespolitik, möglicherweise aber auch an den AWO Bundesverband zur weiteren Prüfung und Beantwortung weitergeleitet

Rückschau – die BEKO 2024

Zurück in Papenburg: 25 Jahre nach der letzten großen Konferenz hat das höchste Gremium des AWO Bezirksverbandes Weser-Ems wieder in der nördlichsten Stadt des Emslandes getagt. Die bedeutendste Veränderung innerhalb der Verbandsstruktur: Mit Ulla Groskurt (Bild links) ist nach zwanzig Jahren wieder eine Frau an der Spitze. Die 76-Jährige war bislang Stellvertreterin von Dr. Harald Groth (Bild rechts, 2025 verstorben). Für das AWO Urgestein gab es zudem Standing Ovations. Nach vielen Jahrzehnten Rund-um-die-Uhr-Engagement hatte sich der damals 80-Jährige wie Stellvertreter Dr. Lothar Knippert nicht mehr zur Wiederwahl gestellt, gleichwohl tiefe Fußabdrücke hinterlassen. Das vermerkte auch Claudia Mandrysch vom AWO Bundesvorstand in ihrer Rede. Sie richtete ihren Dank an Groth und Knippert: „Euer Engagement hat nicht nur die vergangenen Jahre geprägt - und das bundesweit -, sondern auch viele Grundsteine für unsere Arbeit in der Zukunft gelegt. Für den Verband, aber auch für die Entwicklung der Sozial- und insbesondere der Gesundheitspolitik in Deutschland.“ Die beiden Persönlichkeiten wurden in der Folge unter großem Applaus und einem emotionalen Filmbeitrag mit der Elisabeth-Frerichs-Medaille für enormes Engagement in und für die AWO ausgezeichnet. Ulla Groskurt wurde derweil von den Delegierten ohne Gegenstimme ins höchste Amt gewählt – ein Beleg des Vertrauens in Person und Persönlichkeit wie der Wertschätzung ihres bisherigen Engagements unter anderem im niedersächsischen Landtag und im Kreisverband Osnabrück.

Überhaupt: Trotz mannigfaltiger Themenlagen und vieler gesellschaftlicher wie verbandlicher Herausforderungen wurde immer wieder das ehrenamtliche Engagement als wertvollstes Gut der AWO in den Fokus gerückt. Und das nicht nur von den 84 Delegierten aus der gesamten Weser-Ems-Region selbst, sondern auch von den zahlreichen hochkarätigen Gästen – neben Landtagspräsidentin Hanna Naber waren unter anderem Bremens Ex-Bürgermeister Henning Scherf oder auch Papenburgs Bürgermeisterin Vanessa Gattung vor Ort. Letztere betonte: „In einer Zeit, die von ständigen Veränderungen und Herausforderungen geprägt ist, spielt die AWO eine unverzichtbare Rolle in unserer Gesellschaft. Ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe ist heute wichtiger denn je.“

Auszeichnungen

Geprüfte Qualität. Gelebte Werte.

Wir arbeiten nach DIN EN ISO 9001 – ergänzt durch AWO spezifische und wohlfahrtspolitische Anforderungen.