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Neubau AWO Altenwohnzentrum Nordenham

Seit mehr als 60 Jahren ist das AWO Altenwohnzentrum am Carl-Zeiss-Weg wichtiger Bestandteil der Pflegelandschaft Nordenhams und mit seinen markanten Farben überdies ein echter Hingucker. Allerdings: Was vor einem halben Jahrhundert und mit allen Modernisierungen in der Folge gesellschaftlich noch relevant war, entspricht heute weder dem Stand der Technik noch den Anforderungen an eine moderne Pflege. Da eine nötige Sanierung des Bestandsgebäudes enorme Kosten verursachen würde, dies in der Praxis „am offenen Herzen“ aus bautechnischen sowie energetischen Gründen aber ohnehin nicht umsetzbar ist, haben sich AWO Vorstand und Präsidium dennoch einstimmig zum Standort Nordenham bekannt und wollen hier ein hochmodernes Umfeld für Bewohner*innen wie Mitarbeitende schaffen.

Daher wird voraussichtlich ab 2028 nun an der Albert-Schweitzer-Straße, auf dem ehemaligen Helios-Gelände, neu gebaut. Das Gesamtpaket sieht auf einer Fläche von rund 5000 Quadratmetern nicht nur 100 Einzelzimmer vor, sondern auch moderne Funktions- und Gemeinschaftsflächen.

Baufortschritt im Überblick

Nachhaltigkeit, moderne Ausstattung und mehr sichere Wohnqualität

In den oberen Geschossen wird es Atrien geben, die mit Tageslicht und Frischluft einerseits für eine attraktive Atmosphäre sorgen, zudem in Sommermonaten übermäßiger Aufheizung ohne zusätzlichem Energieeinsatz entgegenwirken.

Apropos: Das Gebäude wird im nachhaltigen KfW-40-Standard mit

  • Wärmepumpen
  • Geothermie
  • Photovoltaikanlage samt Speicher

gebaut und kann damit ohne fossile Brennstoffe beheizt und mit Warmwasser versorgt werden.

Nicht die einzigen „inneren Werte“, mit denen der Neubau punkten wird. Stichwort Wohnqualität: Bewohner*innen finden dann alsbald größere Zimmer vor, in denen nicht nur mehr Bewegungsspielraum besteht, sondern sich auch technische Hilfsmittel (Lifter, Aufstehhilfe etc.) deutlich unkomplizierter nutzen lassen.

Darüber hinaus helfen integrierte Sensorsysteme künftig bei der frühzeitigen Sturzerkennung. KI-gestützte Rufanlagen können im Bedarfsfall herausfordernde Situationen schneller klären.

Bessere Arbeitsbedingungen und neue Perspektiven

Auch Mitarbeiter*innen profitieren erheblich vom Neubau. Für sie verbessern sich Verfahrenswege nahezu schlagartig, grundsätzliche bürokratische Anforderungen können durch den Einsatz digitaler Anwendungen teils automatisiert, aber allemal effizienter gestaltet werden.

„Was nicht bedeutet, dass wir durch KI, Robotik oder entsprechender Software weniger menschliche Nähe zeigen – das Gegenteil ist der Fall“, sagt der jetzige und künftige Einrichtungsleiter Matthias Firme, „denn dank digitaler Hilfsmittel bekommen unsere Pflege- und Betreuungskräfte mehr Zeit und somit Freiräume für direkten Austausch und ein warmes Miteinander. Wir optimieren genau dafür die Prozesse und schaffen so ein Mehr an Qualität und Sicherheit.“

Überdies gibt es für sie im Neubau dann auch:

  • einen Trainingsraum, speziell für Pflege-Auszubildende,
  • Pausen- und Ruheräume außerhalb der Pflegearbeit,
  • eine deutlich ökonomischere Arbeitsorganisation.

Zukünftiges Miteinander von Jung und Alt

Da das angepachtete Gelände allerdings mehr als 9000 Quadratmeter umfasst, somit also noch genügend Platz für weitere Aktivitäten ist, plant die AWO Weser-Ems hier tatsächlich auch einen Ersatzneubau des Sprachheilkindergartens Nordenham. Dass es hier künftig ein Miteinander von Jung und Älter gibt, die AWO dort Synergien wird nutzen können wie bereits an anderen Standorten umgesetzt oder in Planung (beispielsweise in Oldenburg, Rostrup und Aurich), ist gar nicht mehr so unwahrscheinlich.

Eher Raum für Pflege als Wohn- und Freizeitstätte

Pflegeeinrichtungen sind längst nicht mehr „Wohnzentren“ wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Die Bedarfe haben sich verändert, die Bedürfnisse nicht minder. Lebten die Menschen hier früher viele Jahre, oft sogar bei bester Gesundheit, sind die Aufenthalte nun deutlich kürzer, im Schnitt weniger als ein Jahr – was insbesondere im gesundheitlichen Zustand der Bewohner*innen begründet ist. Demenz, kognitive Einschränkungen, schwerste Erkrankungen und Multimorbidität sind die häufigsten Begleiter. Dies sorgt dafür, dass der Aufenthalt weniger als Wohn- und Freizeitstätte, sondern vielmehr als echter Raum für Pflege und umfassende Betreuung angelegt ist. 

Auszeichnungen

Geprüfte Qualität. Gelebte Werte.

Wir arbeiten nach DIN EN ISO 9001 – ergänzt durch AWO spezifische und wohlfahrtspolitische Anforderungen.