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Etwas mit Herz

Immer sonntags stellen wir eine neue Geschichte mit Herz vor. 

Dazu zählen kleine wie größere Momente und Begegnungen, echte Freundschaften zwischen Kolleg*innen, zwischen Menschen aus der Pflege und Bewohner*innen, zwischen Klein und Groß, Jung und Älter – eben alles echt AWO.

Gerlinde und Ruth

Es müssen gar keine großen Versprechungen sein, keine besondere Fürsorge, keine Abhängigkeiten. Manchmal genügt einfach dieses eine Gefühl. Und das scheint bei Ruth Kuhn und Gerlinde Gosink sehr ausgeprägt!

„Ruth ist schon ein paar Jahre bei uns in der Einrichtung“, sagt Laura Berger (Koordinatorin des Sozialen Dienstes), „und sie zaubert einfach allen Mitarbeiter*innen immer gleich ein Lächeln ins Gesicht“. Das schafft bei ihr wiederum insbesondere Gerlinde – ihres Zeichens Einrichtungsleiterin des AWO Altenwohnzentrums Nordhorn. Mit ihr fühlt sie sich wohl, für sie kommt sie gern auch einfach mal ins Erdgeschoss zu den Büros. Ein fröhliches Hallo hier, eine herzliche Umarmung dort: So ist’s für alle Beteiligten einfach ein immer wieder wunderbares Aufeinandertreffen. 

Ob Gerlinde Gosink noch etwas dazu sagen mag? „Ja, dass wir uns einfach nur liebhaben!“ Hach! Das sieht und merkt man wohl!

Kiriaki und Ina

Es war wohl so etwas wie Liebe auf den ersten Blick, als sich Ina Brandenburg (Koordinatorin des Sozialen Dienstes) und Kiriaki Kourdoumi (Bewohnerin) zum ersten Mal im Pauline-Ahlsdorff-Haus gesehen haben – so beschreiben beide dann auch unisono ihre spezielle Bindung zueinander. Als die quirlige Griechin vor einem Jahr in die Wilhelmshavener Einrichtung zog, war ihre Welt zunächst überhaupt so gar nicht mehr in Ordnung. Dann lernte sie allerdings Ina kennen, die sie liebevoll „i kardiá mou“ nennt, was in griechischer Sprache „mein Herz“ bedeutet.

Beide spürten sofort, dass diese zwischenmenschliche Verbindung etwas ganz Besonderes ist, die nicht vieler Worte und auch nicht großer Taten bedarf. Vielmehr ist‘s die bloße Anwesenheit der jeweils anderen, die den beiden eine Art von Geborgenheit gibt. Sie lachen und tanzen zusammen, in Inas Gegenwart kann Kiriaki ihr griechisches Temperament wieder richtig aufleben lassen. 

Ein solch echtes Miteinander wie dieses zeigt, wie wichtig menschliche Nähe und Wertschätzung im Pflegealltag sind. Pflege bedeutet eben nicht nur Unterstützung bei körperlichen Bedürfnissen, sondern auch Zuwendung, Zeit und ein offenes Ohr. Oder schlicht: da sein.
 

Gisela und Otto

Eine herzliche Umarmung – die so eigentlich gar nicht mehr sein müsste, könnte, bräuchte. Denn: Unsere Auricher Kollegin Gisela Simonovic hatte sich kürzlich erst in den Ruhestand verabschiedet, so damit auch von Otto Freese, seines Zeichens Bewohner des Hermann-Bontjer-Hauses ebenda.

Was beide verbindet? Auf jeden Fall die Geschichte und Geschichten Ostfrieslands! Kennengelernt haben sich beide vor rund vier Jahren, als Otto Freese im September ins Haus eingezogen war. Damals noch auf einem anderen Wohnbereich, hat man sich dennoch früh kennen- und schätzen gelernt.

Und auch wenn Gisela nun im hauptamtlichen Ruhestand (absolut verdient und gegönnt!) weilt, kommt sie doch noch regelmäßig ins Haus. Schließlich bleibt sie der Einrichtung weiterhin auf ehrenamtlicher Basis erhalten. Ob’s auch an Otto liegt? Inspirierte er doch immer mit sehr vielen Anregungen und Anliegen, für die Gisela immer ein offenes Ohr hatte und hat. 

Wir zumindest sind überglücklich, dass Gisela mit aller Erfahrung und ganzem Herzen dabei und so in unserem Team bleibt – und freuen uns überdies diebisch, dass sich beide so gut verstehen. Wie wunderbar!

Christa und Almuth

Dass es zwischen Christa und Almuth im Altenwohnzentrum am Burggraben ein kleines bisschen freundschaftlich „gefunkt“ hat, sieht man diesem wundervollen Foto allemal an!

Beide verbindet tatsächlich eine innige Freundschaft – selbst an freien Tagen und im Urlaub kommt Christa, ihres Zeichens Pflegekraft, ins Haus, besucht dann Almuth und schaut natürlich auch nach dem Rechten. Zugegeben: Christa liegt jede*r einzelne Bewohner*innen hier in der Leeraner Einrichtung am Herzen und im Laufe ihrer langen Tätigkeit hat sie da schon viele, viele Menschen kennengelernt und liebevoll umsorgt. Und doch scheint’s ganz offensichtlich mit Almuth etwas Besonderes zu sein. 

Wie schön, solch eine unverhoffte Verbindung zu erleben - und angesichts zunehmend aufgeregter Zeiten ein wahnsinnig tolles Zeichen des Miteinanders, wenn aus Fremden Freund*innen werden. 

Hildegard und Sieglinde

„Sie hat das Augenlicht, was ich nicht mehr habe – und ich habe die gesunden Beine, die sie nicht mehr hat“: Trotzdem gingen beide auf ihre besondere Weise noch sehr gern spazieren. „Und das verbindet“, sagen Hildegard und Sieglinde da quasi unisono.

Hier im AWO Wohnpark Wiesmoor haben sie sich vor einiger Zeit kennengelernt, ebenda bewohnen sie den gleichen Flurflügel und leben so nahezu beieinander. Dass es da nicht nur beim bloßen Nebeneinander geblieben ist, sondern beide sich tatsächlich nun freundschaftlich verbunden fühlen, ist kaum selbstverständlich.

Täglich treffen sie sich in der „Kuschelecke“ auf der Couch, jeden Vormittag gibt’s da ein Tässchen Tee oder Kaffee und Austausch. Mehr noch! Da beide gern spazieren und shoppen, haben sie für sich eine perfekte Lösung gefunden: „Da Sieglinde etwas sehbeeinträchtigt ist, übernimmt Hildegard diesen Part“, erklärt Michaela Theiß (Betreuungsleitung), „und weil Hildegard gehbeeinträchtigt ist, kann Sieglinde dies gut übernehmen und schiebt somit Hildegard spazieren. Das funktioniert super und sieht einfach toll aus!“

Christina und Oma Henni

Diese Verbindung ist einzigartig – und seit vielen Jahren im Fluss. Hier erzählen Christina und ihre Oma Henni von ihrer tollen Freundschaft:

„Meine Oma und mich verbindet seit meiner Geburt eine ganz besondere Beziehung. Schon von klein auf hatten wir ein sehr liebevolles und inniges Verhältnis zueinander. Wir sind gemeinsam durch viele schöne, aber auch herausfordernde Zeiten gegangen und waren immer füreinander da – durch dick und dünn, bis heute.

Meine Oma war von 1995 bis 2010 bei der AWO in Leer als Servicekraft tätig und hat dort viele Jahre mit Herz und Engagement gearbeitet. 2006 bis 2008 hat sie mich als Praktikantin zur AWO geholt und im August 2009 auch meinen Weg als Auszubildende in der Hauswirtschaft begleitet. Dadurch durfte ich nicht nur beruflich erste Erfahrungen sammeln, sondern auch in ihre Fußstapfen treten.

Nach einer Unterbrechung bin ich 2017 selbst wieder zur AWO zurückgekehrt und seitdem hier beschäftigt. In diesem Jahr hat sich unser gemeinsamer Weg auf besondere Weise erneut verbunden: Nun habe ich meine Oma als Bewohnerin zurück zur AWO begleitet.

So schließt sich für uns beide ein ganz besonderer Kreis – von gemeinsamen Anfängen über den beruflichen Weg bis hin zu dem Punkt, an dem wir heute wieder an einem Ort angekommen sind, der uns beide schon so lange begleitet. Unsere Verbindung ist geprägt von Liebe, Vertrauen und Zusammenhalt und macht unsere Best-Buddy-Geschichte für mich ganz besonders.“