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Einleitungstext über Teilhabe/das Projekt.

Echte Teilhabe

Unser Weg vom Gesetz in die Praxis

Leider nicht! Menschen mit seelischen, geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen sind oftmals noch außen vor, obwohl das sogenannte Bundesteilhabegesetz seit 2017 klare Leitplanken setzt. Die AWO Weser-Ems nimmt sich dem Thema seitdem an, und hat mit dem Projekt „Teilhabe gestalten!“ den Grundstein für deutlich mehr Teilhabe in ihren vier besonderen Wohnformen gelegt. Das 5-jährige Projekt endet in diesem Jahr. In den folgenden Tagen liest und hörst du verschiedene Beiträge dazu!

In den gewachsenen Strukturen der Eingliederungshilfe waren Lebenswege von Menschen mit Beeinträchtigungen oft vorgegeben - eine persönliche Lebensplanung war nur begrenzt möglich. Der Wunsch nach Auswahlmöglichkeiten und trotz einer Beeinträchtigung möglichst selbstbestimmt 
am Leben und in der Gesellschaft teilzunehmen, wurde nur wenig berücksichtigt. Dies betraf 
alle Menschen mit Beeinträchtigung.

Die Leitfrage war und wird bleiben, wie in den besonderen Wohnformen der AWO für die Klient*innen mit seelischen Beeinträchtigungen ein Höchstmaß an Selbstbestimmung, Teilhabe und Empowerment erreicht wird. Ziel war es, die bisher einrichtungszentrierte Arbeit für die Zukunft in eine personenzentrierte Arbeit umzuwandeln, d. h. die persönlichen Fähigkeiten und individuellen Bedürfnisse der Klient*innen in den Vordergrund zu rücken.

Aber ja! Wie im Juni berichtet, wurde im vergangenen Workshop in kreativer Herangehensweise mit den Beteiligten eine Bildmarke entwickelt, die nach Abschluss des Projektes alle Teilnehmenden an den gemeinsamen Entwicklungsprozess erinnern soll. Das Emblem hat einen digitalen Pinselstrich bekommen und wird beim heutigen Abschluss-Workshop in unterschiedlicher Weise optisch in Erscheinung treten.  

In jeder der vier besonderen Wohnformen wurde eine sog. Teilprojektleitung benannt - eine Person, die das Thema vor Ort vorantreibt. Alle Beteiligten, die Einrichtungsleitung, Teilprojektleitung, Mitarbeiter*innen, vor allem aber auch die Klient*innen, haben im gemeinsamen Austausch Ideen in realisierbare Lösungen verwandelt. In jährlichen Workshops wurden - unter wissenschaftlicher Begleitung - die Höhen und Tiefen beleuchtet und jeweils die nächsten Schritte beschlossen.

Ein Kulturwandel passiert nicht über Nacht. Damit die neue Teilhabe entwickelt und im Alltag der Klient*innen ankommen konnte, waren anfangs Schulungen, eine klare Haltung und gute Kommunikation untereinander nötig - auch Mut, Geduld und ein langer Atem. Als größte Herausforderung wurden personelle und zeitliche Ressourcen benannt. Die Zwischenbilanz in 2024 fiel allerdings bereits positiv aus: die neue Teilhabe ist zum „Selbstläufer“ geworden.

Einiges! Klient*innen können eigenständiger agieren und sich in Bereichen des Wohnens, der Tagesstruktur und allem, was sie selbst betrifft, einbringen. Dadurch entstehen z.B. Projekte wie eine selbstorganisierte Spendenaktion zugunsten der Ukraine-Hilfe. Die Mitarbeitenden sehen bei den Klient*innen „Expertise in eigener Sache“ 
und begleiten sie so, dass Unterstützung und Assistenz genau dort geleistet wird - und auch nur dort - wo diese tatsächlich nötig ist.

Interview

Interview Hr. Plöger

Kurzer Text über den Inhalt des Interviews mit Herrn Plöger, seinen Hintergrund usw. 

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Zur Pressemitteilung

Frage: Sie arbeiten bereits seit 7 Jahren als Tandem-Einrichtungsleitung in der Wohnanlage Sutthausen und übernehmen ab morgen (Beitrag erscheint am 30.09.) gemeinsam die Leitung der neuen Wohnanlage am Schölerberg. Was ist das Rezept einer guten Zusammenarbeit?

Hannah Mogdans & Alina Werrelmann: Wir kennen uns bereits seit vielen Jahren persönlich und bringen dadurch ein hohes Maß an Vertrautheit und gegenseitigem Vertrauen in unsere Zusammenarbeit ein. Bereits vor der Übernahme der gemeinsamen Leitung haben wir mehrere Jahre in der Wohnanlage zusammengearbeitet und dabei festgestellt, dass wir eine gemeinsame Haltung und ähnliche Werte in Bezug auf unsere Arbeit und den Umgang miteinander teilen.

Diese gemeinsame Basis ist für unsere Zusammenarbeit in der Leitung eine wichtige Grundlage. Wir begegnen uns verlässlich und wertschätzend, ergänzen uns in unseren unterschiedlichen Stärken und verstehen uns zugleich als Teil des gesamten Teams. Uns ist es wichtig, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, Mitarbeitende einzubeziehen und Entscheidungen im Austausch zu treffen.

Bei aller Professionalität darf für uns auch die Freude an der gemeinsamen Arbeit nicht verloren gehen. Eine positive und wertschätzende Arbeitsatmosphäre ist aus unserer Sicht eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir gemeinsam gute Arbeit leisten und den Menschen, die in unserer Einrichtung leben und arbeiten, mit Engagement und Zugewandtheit begegnen können.

Frage: Das Projekt „Teilhabe gestalten“ lief über einen Zeitraum von 5 Jahren, auch in Ihrem Haus. Beschreiben Sie einmal, was Ihre Aufgabe dabei war?

Hannah Mogdans & Alina Werrelmann: Zu Beginn hatte Hannah selbst die Teilprojektleitung inne. Nach der Übergabe dieser Funktion lag der Schwerpunkt unserer Aufgabe insbesondere in der fachlichen Unterstützung und Beratung des Projektteams. Dazu gehörten unter anderem die Begleitung und Steuerung von Projektsitzungen sowie die Sicherstellung der notwendigen Rahmenbedingungen und Ressourcen für die Umsetzung der gemeinsamen Vorhaben. Ein wichtiger Bestandteil war dabei auch die Unterstützung konkreter solidarischer Aktionen. So wurden beispielsweise mehrere Spendencafés im Zusammenhang mit der Situation in Moria sowie dem Ukrainekrieg initiiert, organisiert und durchgeführt. Diese Aktionen boten nicht nur die Möglichkeit, konkrete Unterstützung zu leisten, sondern stärkten auch das gemeinschaftliche Engagement innerhalb der Einrichtung. Darüber hinaus bestand die Aufgabe darin, die jeweilige Teilprojektleitung beratend zu begleiten, gemeinsam Inhalte zu entwickeln und diese miteinander in die Umsetzung zu bringen. Dabei war es uns wichtig, Verantwortung zu teilen, vorhandene Kompetenzen zu nutzen und Mitarbeitende in die Gestaltung der Projekte aktiv einzubeziehen.

Frage: Wer den Begriff Teilhabe zum ersten Mal hört, kann vielleicht erst einmal wenig damit anfangen. Was bedeutet für Sie Teilhabe? Wie würden Sie Teilhabe beschreiben?

Hannah Mogdans & Alina Werrelmann: Teilhabe bedeutet für uns, dass jeder Mensch sein eigenes Leben möglichst selbstbestimmt gestalten und Entscheidungen, die das eigene Leben betreffen, eigenständig treffen kann. Dazu gehört für uns auch, die individuellen Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Gleichzeitig bedeutet Teilhabe, Zugang zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen und bestehende Barrieren abzubauen. Unser Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihren Alltag nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten, soziale Kontakte zu pflegen und sich aktiv in die Gemeinschaft und das gesellschaftliche Leben einzubringen. Dabei verstehen wir unsere Rolle nicht darin, Entscheidungen für Menschen zu treffen, sondern  darin, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen.

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Frage: Was würden Sie sagen, welche Voraussetzungen sind wichtig, damit mehr Teilhabe geschaffen werden kann?

Hannah Mogdans & Alina Werrelmann: Für uns steht fest: Ausgrenzung und Diskriminierung müssen nicht nur auf individueller Ebene, sondern vor allem auch strukturell bekämpft werden. Armut und soziale Ungleichheit schränken die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe erheblich ein. Deshalb braucht es aus unserer Sicht Rahmenbedingungen, die allen Menschen ein möglichst selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben ermöglichen. Soziale Einrichtungen müssen dabei nicht nur erhalten, sondern kontinuierlich weiterentwickelt werden. Sie sind wichtige Orte der Teilhabe und sollten Menschen darin unterstützen, ihre eigenen Möglichkeiten zu erkennen und ihre Rechte wahrzunehmen. Dafür braucht es auch eine starke Interessenvertretung der Behindertenhilfe und eine deutlichere Präsenz ihrer Perspektiven im politischen und gesellschaftlichen Diskurs. Gleichzeitig müssen personenzentrierte und individuelle Unterstützungsangebote auch unter den bestehenden finanziellen Rahmenbedingungen dauerhaft tragfähig sein. Inklusion und Barrierefreiheit dürfen nicht vom Einzelfall oder von den jeweiligen finanziellen Möglichkeiten abhängen, sondern müssen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden und konsequent umgesetzt werden. Dazu gehört für uns ebenso eine gute und gleichberechtigte gesundheitliche Versorgung für alle Menschen. Wir verstehen diese Themen nicht als Aufgabe einzelner Akteur*innen. Veränderung gelingt nur, wenn viele Menschen Verantwortung übernehmen – in Einrichtungen, in der Politik, in der Gesellschaft und auch im persönlichen Umfeld. Auch wir möchten dazu unseren Beitrag leisten, indem wir Teilhabe fördern, Menschen stärken und uns für eine inklusive und solidarische Gesellschaft einsetzen.

Interview mit Hannah Mogdans?

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Interview

Interview Fr. Gravel

Kurzer Text über den Inhalt des Interviews mit Frau Gravel.

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Bildergallerie

Eindrücke vom Abschlussworkshop

Besondere Wohnformen im Überblick

Auszeichnungen

Geprüfte Qualität. Gelebte Werte.

Wir arbeiten nach DIN EN ISO 9001 – ergänzt durch AWO spezifische und wohlfahrtspolitische Anforderungen.